Erwerbsunfähigkeit2018-11-28T16:59:59+00:00

Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Die private Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist die einzige Alternative für Menschen die keine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschliessen können.

Bestehende Vorerkrankungen oder zu hohe Beiträge für Ihren ausübenden Beruf machen die Absicherung der Berufsunfähigkeit (BU) oft schwierig. Gerade Risikoberufe wie zum Beispiel Abrisshelfer, Artisten, Berufssportler, Berufstaucher, Feuerwerkler, Künstler, Tierbändiger u.v.m. haben es schwer eine bezahlbare Absicherung der Berufsunfähigkeit zu finden.

Als einzige Alternative bietet sich da die private Erwerbsunfähigkeitsversicherung an.

Von einer Erwerbsunfähigkeit wird gesprochen, wenn Sie auf unabsehbare Zeit keiner Arbeit mehr nachgehen können. Weder Ihrer zuletzt ausgeübten noch einer anderen. Mit anderen Worten Sie können keinen Beruf mehr als 3 Stunden täglich ausüben.

Die Berufsunfähigkeit prüft dagegen nur Ihren letzten Beruf, auch wenn Sie möglicherweise einem anderen nachgehen könnten.

Was am Anfang als sehr gute Alternative galt, stellte sich in der Umsetzung als problematisches Produkt heraus. Wo in der Berufsunfähigkeit der Leistungsanspruch klar definiert ist, so ist dieser in einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung schwerer nachzuweisen.. Beispielsweise müssen Sie je nach Anbieter mindestens sechs Monate ununterbrochen wegen Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, zu arbeiten außerstande gewesen sein. Auch Pflegebedürftigkeit oder mittelschwere Demenz können Leistungen auslösen.

 

Die Erwerbsunfähigkeit ist nicht vergleichbar mit einer Berufsunfähigkeit

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist stets schlechterer Qualität im Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Sie als Kunde nehmen hier abgestufte Leistungen in kauf. Auch die angebotenen Produkte unterscheiden sich im Kern voneinander.

Die häufigsten Komponenten sind:

  • Worst-Case-Abdeckung: Basisschutz für Arbeitnehmer und Selbstständige für ein vergleichsweise niedriges Budget; Rentenleistungen im Falle von Erwerbsunfähigkeit.

  • Dread-Disease-Komponente: Leistungen bei schweren Krankheiten wie beispielsweise Schlaganfällen, Herzinfarkten oder Krebs.

  • Grundfähigkeitsversicherung: Leistungen die anfallen, wenn der Versicherte erblindet, sein Gehör verliert oder auf den Rollstuhl angewiesen ist.

  • Leistungen bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit.

Oftmals werden sogenannte Multi-Risk-Policen angeboten. Diese kombinieren die Absicherung der  Risiken Tod, Unfallinvalidität, schwere Krankheiten, Verlust von Grundfähigkeiten und Pflegebedürftigkeit in unterschiedlicher Weise. Nicht die Unfähigkeit zur Berufsausübung löst die Leistung aus, sondern die eindeutige medizinische Diagnose (Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall) beziehungsweise deren Folgen (Versagen von Grundfähigkeiten wie Gehen, Sehen oder Greifen).

Das großes Problem der Multi-Risk-Policen besteht allerdings darin, dass sie beim häufigsten BU-Auslöser, den psychischen Erkrankungen, nicht oder kaum leisten. Dazu können Versicherer Kunden auf andere Tätigkeiten des Arbeitsmarktes verweisen, ehe sie zahlen müssen.

 

Ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung wirklich eine Alternative?

Grundsätzlich sagen wir unseren Kunden „Lieber eine schlechtere BU-Absicherung als eine gute EU-Absicherung“.

Wir prüfen für Sie immer erst die Absicherung über eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Sollte wirklich aufgrund Ihres Berufes, der Gesundheit oder des Beitrages eine Absicherung über eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht in Frage kommen, dann prüfen wir selbstverständlich auch die Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Letztlich muss das Produkt zu Ihnen und Ihrer aktuellen Lebenssituation passen.

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